Allgemein

Der Energieausweis bietet eine schnelle Übersicht zum Energieverbrauch eines Gebäudes – bei steigenden Energiepreisen bietet er wichtige Information.
Er gibt Ihnen Auskunft über Schwachstellen an Gebäude und Heizungssystem und schlägt Maßnahmen vor, um die energetische Qualität zu verbessern, und den Wert Ihres Gebäudes zu steigern. Außerdem schützen Sie die Umwelt vor unnötigen Belastungen und Immisionen.
Bedarfsausweis
Verbrauchsausweis
Energieberatung

Energiesparen ist Pflicht

Die Bundesregierung versucht, auch mithilfe von Gesetzen die Energieeffizienz in Gebäuden zu verbessern. So gilt seit dem 1. Januar 2009 das „Erneuerbare-Energie-Wärmegesetz“. Es verpflichtet Bauherren, einen Teil des Wärmebedarfs von Neubauten mit Sonnenenergie, Biomasse, Umwelt- oder Erdwärme zu decken. Dabei gelten je nach gewählter Energiequelle unterschiedliche Mindestgrenzen:
· Solaranlagen müssen mindestens 15 Prozent des Wärmebedarfs decken.
Für Ein- oder Zweifamilienhäuser reichen 0,04 Quadratmeter Kollektorfläche
je Quadratmeter Nutzfläche.
· Biomasse (Holzpellets, Holzhackschnitzel, Scheitholz)muss mindestens 50 Prozent
des Wärmeenergiebedarfs des Gebäudes decken.
· Wärmepumpen (Luft -, Grundwasser-, Erdwärmepumpe) müssen mindestens 50 Prozent
des Wärmeenergiebedarfs des Gebäudes decken.
Am 1.Oktober 2009 tritt die Energieeinsparverordnung 2009 (EnEV) in Kraft. Mit ihr werden die bisher für Baumaßnahmen geltenden Vorschriften deutlich verschärft:
· Bei Neubauten sinken die Höchstwerte für den zulässigen Jahresprimärenergiebedarf
um durchschnittlich 30 Prozent.
Die Wärmedämmung muss 15 Prozent mehr Energie einsparen.
· Bei Modernisierung von Altbauten gibt es verschärfte Anforderungen an die
Gebäudehülle: der U-Wert der Außenwände darf zukünftig nur noch 0,24 Watt /(m2K)
betragen, bei Fenster darf der U-Wert von 1,3 Watt /(m2K) nicht überschritten werden.
· Die oberste Geschossdecke, eines ungedämmten, begehbaren Dachbodens,
muss man bis Ende 2011 dämmen. Das gilt für Ein-, und Zweifamilienhäuser aber nur,
wenn seit dem 01. Februar 2002 der Eigentümergewechselt hat.
· Nachtspeicherheizungen müssen ausgetauscht werden, aber nur wenn sie älter als
30 Jahre sind und in Gebäuden stehen, die mindestens sechs Wohnungen haben.
· Die ausführenden Gewerke müssen künftig eine Erklärung darüber abgeben,
dass sie die Anforderungen der EnEV eingehalten haben.
Die Erklärung muss der Eigentümer auf Verlangen der zuständigen Behörde vorlegen.
Der Bezirksschornsteinfegermeister prüft ob die Heiztechnik im Haus
den EnEV-Vorschriften entspricht.